APRIS als Praxissoftware? – Unsere Bewertung

APRIS ist eine Praxissoftware von der APRIS Gesellschaft für Praxiscomputer mbH. Mit den folgenden Inhalten helfen wir euch zu entscheiden, ob APRIS die richtige Software für eure Praxis ist:

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Copyright © APRIS Gesellschaft für Praxiscomputer mbH / Quelle: apris-praxissoftware.de

APRIS im Überblick

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Unser Interview mit APRIS

Wir haben die APRIS Gesellschaft für Praxiscomputer mbH über ihre Praxissoftware ausgefragt.

Die Antworten der APRIS Gesellschaft für Praxiscomputer mbH sind in grün markiert.

 

Kurz-Vorstellung

  1. Kurz & knapp: Bitte beschreiben Sie Ihre Praxissoftware in 3 Sätzen.

APRIS entwickelt Praxissoftware mit einer klaren Haltung: Apris 3.0 ist das verlässliche Fundament einer modernen Praxis, offen für sinnvolle Erweiterungen, Integrationen und starke Partnerschaften. Gemeinsam mit Ärztinnen, Ärzten und Praxisteams entwickeln wir seit 1982 Lösungen, die langfristig überzeugen und Innovationen wie KI dort einsetzen, wo sie den Praxisalltag nachhaltig verbessern. Dabei gilt für uns ein Grundsatz: Vertrauen statt Abhängigkeit.

 

  1. Welche Vorteile hat Ihre Software gegenüber alternativen Lösungen am Markt? Oder anders gefragt: Für wen ist Ihre Software genau die richtige Lösung?

Die Praxis bleibt unabhängig: Der Server steht im Haus, die Patientendaten verlassen es nicht, und beim Betriebssystem hat die Praxis die freie Wahl zwischen Windows, Linux und macOS. Das gilt auch für uns selbst, unsere internen Systeme laufen ebenfalls auf Linux.

Die Telematikinfrastruktur ist vollständig in die Arbeitsabläufe integriert. Einrichtung und Updates übernehmen wir; wie zuverlässig das im Alltag funktioniert, lässt sich im öffentlichen TI-Score der gematik nachvollziehen.

Drei Funktionen entlasten das Team im Alltag besonders. SmartCheck zeigt beim Öffnen der Akte, was ansteht: fällige Impfungen und Vorsorgen, Chroniker- und DMP-Potenzial, auffällige Werte. HealthJet erstellt aus dem Gespräch oder einem Diktat einen strukturierten Dokumentationsvorschlag. Und SmartFlow fasst wiederkehrende Abläufe zu Schaltflächen zusammen, die mehrere Schritte auf einmal erledigen.

Darstellung, Vorlagen, Abläufe und Rechte lassen sich je Praxis, Gruppe und Arbeitsplatz anpassen. Zu jeder Fehlermeldung führt eine Hilfe-Schaltfläche direkt auf die passende Erklärungsseite.

Hinter alldem steht ein inhabergeführtes Unternehmen: seit 1982, unabhängig von Investoren, werbefrei und ohne Pharma-Finanzierung.

 

  1. Hand auf´s Herz: Was ist bei Ihrer Software die Schwachstelle bzw. was könnte einigen Anwendern fehlen? Oder anders gefragt: Für wen ist Ihre Software möglicherweise nicht die richtige Lösung?

Apris 3.0 konzentriert sich auf die medizinischen und abrechnungsbezogenen Kernprozesse der Praxis. Betriebswirtschaftliche Randbereiche wie Personalverwaltung (Zeiterfassung, Urlaubsplanung, Gehälter), Kassenbuch oder Kartenzahlung enthält Apris nicht; dafür gibt es spezialisierte Werkzeuge, an die Apris etwa per DATEV-Export zuliefert.

Außerdem ist Apris bewusst keine Cloud-Lösung. Wer sein System vollständig im Browser bedienen möchte, ist bei uns nicht richtig: Wir setzen auf den Server in der Praxis mit DesktopArbeitsplätzen, ergänzt um AprisMobile, die Homeoffice-Anbindung und die Online-Angebote für Patienten.

 

  1. An welche ärztlichen Fachrichtungen richtet sich Ihre Software?

Apris 3.0 ist KBV-zertifiziert für alle gängigen Fachgebiete und eignet sich für jede Praxisform, von der Einzelpraxis bis zum MVZ. Unser Schwerpunkt liegt in der hausärztlichen Versorgung: mit umfangreicher HzV-Unterstützung, VERAH, dem Impfmodul samt STIKO-Kalender und den passenden Werkzeugen für die Betreuung von Pflegeheim-Patienten. Auch Kinder- und Jugendärzte (Perzentilen und Wachstumskurven), Privatpraxen und viele Facharztrichtungen von Dermatologieüber Gynäkologie, HNO, Neurologie und Orthopädie bis zu Psychiatrie, Psychologie und Urologie arbeiten täglich mit Apris. Facharztverträge, BG- und Durchgangsarzt-Abläufe, ASV sowie Krebsfrüherkennungs- und Krebsregister-Dokumentation sind ebenfalls abgedeckt.

 

Themenfeld 1: Technik

  1. Handelt es sich um eine Web-Applikation oder eine Installations-Software? Oder gibt es beide Varianten? Falls es beide Varianten gibt, bitte auch auf die Unterschiede eingehen (entweder direkt in dieser Antwort oder immer an den Stellen im Fragebogen, wo unterschiedliche Antworten erforderlich wären).

Apris 3.0 ist eine Installations-Software in Client-Server-Architektur, keine Web-Applikation. In jeder Praxis steht ein eigener Apris-Server; die Daten bleiben physisch im Haus. Beim Server setzen wir konsequent auf Linux, weil Stabilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit für Arztpraxen wichtiger sind als kurzfristige Technologietrends. Die Arbeitsplätze laufen unter Windows, Linux oder macOS, frei wählbar und mischbar, und sind untereinander in Echtzeit synchronisiert. Webbasiert ist die Online-Terminbuchung für Patienten; dazu kommt die App AprisMobile (siehe Frage 6).

 

  1. Kann die Software auch auf mobilen Endgeräten genutzt werden (Handy/Tablet)? Gibt es dafür eine gesonderte App? Gibt es hierbei Einschränkungen? Was muss beachtet werden?

Ja, über unsere App AprisMobile (Google Play und App Store); sie richtet sich an Patienten wie an das Praxisteam. Patienten füllen damit Einwilligungen und Aufklärungsbögen digital aus und unterschreiben, das Dokument landet automatisch in der Karteikarte. Das Praxisteam sieht unterwegs wesentliche Patientendaten ein, etwa beim Hausbesuch, legt Sprach- und Textnotizen als To-dos an, lässt Formulare am Tablet unterschreiben und dokumentiert per Foto.

Vollständig arbeiten lässt sich am Arbeitsplatzrechner in der Praxis. Heimarbeitsplatz, Klinik oder Außenpraxis lassen sich über die Erweiterung „Homeoffice“ per VPN an den Praxisserver anbinden, mit denselben Funktionen wie in der Praxis.

 

  1. Was ist bei der Nutzung mehrerer Geräte gleichzeitig zu beachten?
    • Welche Probleme/Einschränkungen können hier auftreten (doppelte Terminvergaben…?) und wie werden sie verhindert?

Der Mehrplatzbetrieb ist der Regelfall. Alle Arbeitsplätze arbeiten gleichzeitig am gemeinsamen Praxisserver, Änderungen gibt der Server sofort weiter. So sieht das ganze Team denselben aktuellen Kalender, und Doppelbuchungen werden vermieden.

Bearbeiten zwei Arbeitsplätze denselben Eintrag, geht nichts stillschweigend verloren. Apris erkennt die zwischenzeitliche Änderung beim Speichern und weist darauf hin; die eigene Eingabe lässt sich dann prüfen und erneut übernehmen. Die Anmeldung erfolgt je Arbeitsplatz mit Benutzer, Praxis, Betriebsstätte und Arzt; die Statusleiste zeigt jederzeit, wer wo angemeldet ist.

 

  1. Welche technische Ausrüstung wird vorausgesetzt, damit die Software läuft?
    • Bestimmte Geräte/Hersteller?
    • Bestimmte Betriebssysteme?
    • Bestimmte Web-Browser?

Arbeitsplätze: Windows 10/11, Linux oder macOS ab Version 12. Standard-Hardware genügt (ab i3, 4 GB RAM, Full-HD-Monitor). Vorhandene Geräte prüfen wir auf Weiternutzbarkeit, statt sie pauschal auszutauschen; eine Bindung an bestimmte Hersteller gibt es nicht.

Praxisserver (Linux), nach Praxisgröße gestaffelt: Einzelpraxis ab i3 mit 8 GB RAM, Gemeinschaftspraxis ab i5 mit 16 GB RAM, MVZ mit Server-Prozessor, 32 GB+ RAM und RAID. USV empfohlen; Datensicherung auf ein externes Wechselmedium, ergänzend NAS (siehe Frage 12).

Netzwerk: verkabeltes Gigabit-LAN, Internet ab DSL 16 Mbit/s.

TI: Konnektor (Hardware oder TI-Gateway), eHealth-Kartenterminals, SMC-B, eHBA je Arzt.

Peripherie: netzwerkfähige Drucker, Scanner, optional Signaturpads, Barcode-Scanner und Etikettendrucker.

 

  1. Kann auch offline mit der Software gearbeitet werden? Gibt es hierbei Einschränkungen? Was muss beachtet werden?

Der Praxisbetrieb läuft auch ohne Internet weiter. Weil der Server in der Praxis steht, funktionieren Karteikarte, Terminplanung und Dokumentation über das lokale Netz; Internet brauchen nur die Online-Dienste wie TI, Online-Terminbuchung, Updates und HzV-Übermittlung. Fällt die TI aus, bleibt Apris arbeitsfähig; Rezepte und AU werden dann im Ausfallmodus auf Papier ausgestellt. Einen Offline-Modus für Geräte ohne Verbindung zum Praxisserver gibt es nicht, außerhalb der Praxis hilft die VPN-Anbindung (siehe Frage 6).

 

  1. Wie ist ihre Software beim Thema Datenschutz & Datensicherheit aufgestellt?
    • Was wird konkret unternommen, um diese sicherzustellen?
    • Ggf.: Was sind hierbei aus Ihrer Sicht besondere Herausforderungen?

Die Daten bleiben in der Praxis, verschlüsselt auf dem praxiseigenen Linux-Server. Apris protokolliert alle Zugriffe und unterstützt die Praxis bei den technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO, inklusive AVV-Musterentwurf.

Im Alltag schützt ein fein abgestuftes Rechtesystem über Gruppen, bis hinunter zu einzelnen Eintragsarten der Karteikarte (siehe Frage 43). Die TI-Kommunikation läuft gesichert über den Konnektor, KIM-Nachrichten werden automatisch ver- und entschlüsselt. Einwilligungen der Patienten, etwa zu Kommunikationskanälen, ePA-Upload oder KI-Nutzung, werden je Patient dokumentiert; Rechnungen gehen per E-Mail nur mit Einwilligung und als passwortgeschütztes PDF.

Für künftige KI-Funktionen mit Datenzugriff erarbeiten wir bereits ein Schutzkonzept: möglichst wenige Zugriffsrechte, dafür lückenlose Protokollierung.

 

  1. Wie ist der Umgang mit Updates?
    • Wie regelmäßig kommen Updates?
    • Wie erfährt der Nutzer von den Updates?
    • Kommen noch Funktionserweiterungen/-veränderungen oder lediglich etwaige BugFixes oder Reaktionen auf gesetzliche Änderungen?
    • Was passiert, wenn man die Updates nicht macht?
    • Wie einfach ist es für einen wenig technisch-affinen Anwender, die Updates
      durchzuführen?
    • Wie kann man als Nutzer sicherstellen, dass es sich um ein offizielles Update handelt
      (und nicht um einen potenziellen Betrüger)?
    • Was möchten Sie sonst noch zum Thema Updates anmerken?

Updates erscheinen etwa alle zwei bis drei Wochen, bei Bedarf auch zwischendurch. Sie enthalten Funktionserweiterungen, gesetzliche Anpassungen und Fehlerbehebungen; auch die Kataloge (EBM, GOÄ, UV-GOÄ) und die Medikamenten-Datenbank bleiben darüber aktuell. Viele dieser Erweiterungen gehen auf Wünsche unserer Anwenderinnen und Anwender zurück.

Steht ein Update bereit, zeigt das ein Hinweis in der Symbolleiste; zusätzlich informiert eine Newsletter-Meldung direkt in der Anwendung über die Neuerungen. Ab dem Tag nach der Veröffentlichung lädt Apris das Update von selbst im Hintergrund, die Praxis startet nur noch die Installation; wer bereits am Veröffentlichungstag aktualisieren möchte, stößt den Download einmal selbst an.

Übersehen lässt sich ein Update nicht: Spätestens zwei Wochen nach Veröffentlichung wird es automatisch eingespielt. So laufen eRezept, eAU und Abrechnung immer nach den aktuellen Vorgaben. Updates kommen ausschließlich auf diesem Weg vom Apris-Server, niemand muss Dateien aus E-Mails oder von Webseiten installieren.

 

  1. Welche Möglichkeiten hat man, Backups (Datensicherungen) zu machen?
    • Was genau kann mit den Backups gesichert werden?
    • Wo kann man diese Backups ablegen und in welchem Dateiformat?
    • Wird der Nutzer aktiv erinnert/aufgefordert, Backups zu machen?
    • Wie einfach ist es für einen technisch wenig affinen Anwender, die Backups zu machen?
    • Wie können die erstellten Backups im Fall der Fälle wiederhergestellt werden?
    • Was möchten Sie sonst noch zum Thema Backups anmerken?

Gesichert wird das komplette System auf ein externes Medium, das regelmäßig getauscht und außerhalb der Praxis gelagert wird. So sind die Daten auch bei Brand, Einbruch oder einem Hardware-Defekt noch vorhanden. Je nach Praxisgröße kommt ein NAS mit Medienrotation oder eine zusätzliche Sicherung an einem zweiten Standort dazu. Das Sicherungskonzept richten wir bei der Installation ein, inklusive USV-Einbindung; bei Fragen hilft der Support.

 

  1. Welche Schnittstellen gibt es zu anderen Softwares/Apps/Systemen und was wird dadurch ermöglicht?

Wir sehen das Praxisverwaltungssystem als Fundament der Praxis. Deshalb setzen wir auf offene Standards und Integrationen, damit jede Praxis die Lösungen nutzen kann, die am besten zu ihr passen:

  • Telematikinfrastruktur (Konnektor): eGK einlesen/VSDM, eRezept, eAU, ePA, eMP, NFDM, digitale Patientenerklärungen, Signatur/Komfortsignatur
  • KIM: Sichere Kommunikation mit Ärzten, Kassen und KV: eAU, eArztbriefe, eEB, 1-Click-Quartalsabrechnung
  • GDT: Medizinische Geräte (EKG, Sono, Spirometrie, Labor): Messergebnisse landen automatisch als Befund in der Karteikarte
  • LDT (Labor-DFÜ): Import strukturierter Laborbefunde vom Fachlabor, inklusive Laborverlaufsblatt
  • HL7/FHIR: Austausch medizinischer Daten, etwa Import von Fremdbefunden
  • HÄVG-Prüfmodul (HPM): HzV-/FaV-Abrechnung und Versicherteneinschreibung, online
  • KBV-Prüfmodul, Kodierregelwerk: Integrierte Prüfungen der Quartalsabrechnung
  • DALE-UV / UNI-DAV: Elektronische Übertragung von BG-Abrechnungsdaten (in Umsetzung, Grundlagen angelegt)
  • PVS (privatärztliche Verrechnungsstellen): Übergabe von Privatrechnungen an eine externe Abrechnungsstelle
  • DATEV: Export der Zahlungseingänge für den Steuerberater
  • apris.cloud OnlineTerminkalender: Online-Terminbuchung, Anfragen direkt im Terminkalender
  • meetone: Videosprechstunden direkt aus dem Termin
  • SMS / E-Mail: Patienten-Benachrichtigungen
  • AprisMobile: App für Patienten und Praxisteam
  • LibreOffice-Textverarbeitung: Briefe, Arztbriefe und Vorlagen mit automatischen Platzhaltern
  • HIT-Panel: Patientenaufruf-Display im Wartezimmer
  • Impf-doc: Anbindung der Impfsoftware Impf-doc
  • IQTIG-Prüfmodul: Prüfung und Erzeugung der oKFE-Exportdatei für den Upload ins kv.safeNet-Portal
  • Krebsregister (oBDS): Erzeugung der Meldedateien für die Landeskrebsregister

 

Themenfeld 2: Praxisverwaltung

  1. Bitte schildern Sie, wie das Termin-Management in Ihrer Software abgebildet wird und ggf. warum es sich Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller abhebt.
    • Terminplanung/Terminkalender
    • Anwenderfreundlichkeit?
    • Online-Terminbuchung (über Praxis-Website?)?
    • Schnittstellen zu externen Terminbuchungs-Tools oder -Portalen?
    • Benachrichtigung des Patienten (Erinnerung & Bestätigung) – per SMS/Mail?
    • Was möchten Sie sonst noch zu Ihren Terminplanungs-Features anmerken?

Termine sollen sich mit möglichst wenigen Klicks vergeben lassen. Dafür ist der Organizer gebaut, der zentrale Terminkalender mit Tages-, Wochen-, Monats-, Jahres- und Agenda-Ansicht. Räume erscheinen als eigene Spalten mit Kernzeiten und Einzel- oder Mehrpatienten-Betrieb; Termintypen mit Standarddauer machen die Vergabe schnell und einheitlich, und Serientermine prüfen Feiertage, Urlaub und Belegung von selbst. Termine entstehen per Rechtsklick auf den nächsten freien Termin, per Doppelklick oder Ziehen.

Patienten buchen online über unser Portal, auf Wunsch direkt in die Praxis-Website eingebettet. Die Anfragen erscheinen farbcodiert im Kalender und werden dort bestätigt; die Praxis steuert genau, welche Terminarten, Zimmer, Zeiten und Versichertengruppen online buchbar sind.

Terminbestätigung, Änderungs- und Absage-Nachrichten sowie Erinnerungen werden automatisch per SMS oder E-Mail verschickt, jeweils mit dokumentierter Einwilligung des Patienten. Sagt ein Patient ab, kann der frei gewordene Termin Patienten der Termin-Warteliste angeboten werden (siehe Frage 29).

Der Kalender ist eng mit dem Praxisablauf verzahnt. Termine von heute erzeugen WartelistenEinträge, und der Status steuert auf Wunsch das HIT-Panel im Wartezimmer, das den nächsten Patienten aufruft; von der Online-Buchung bis zum Aufruf im Wartezimmer sind keine Zwischenschritte auf Papier nötig. Für die Videosprechstunde entsteht per Rechtsklick auf den Termin ein meetone-Videoraum, den Zugangslink erhält der Patient zum Beispiel mit der Terminbestätigung. Online-Terminkalender, HIT-Panel und Videosprechstunde sind wählbare Erweiterungen (siehe Frage 37).

Fremd-Terminportale wie Doctolib binden wir nicht standardmäßig an; wir setzen auf das eigene Portal, ohne Abfluss von Patientendaten an Dritte. Wünscht eine Praxis eine solche Anbindung, sind wir dafür offen.

 

  1. Bitte schildern Sie, wie das Patienten-Management in Ihrer Software abgebildet wird und ggf. warum es sich Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller abhebt.
    • Konkrete Umsetzung der Elektronischen Patientenakte (ePA)?
    • Anwenderfreundlichkeit?
    • Funktionen zur besseren Organisation eines Patientenbesuchs?
    • Digitale Patientenaufnahme?
    • Was möchten Sie sonst noch zu Ihrem Patienten-Management anmerken?

In den Stammdaten sind Patient und Versicherter getrennt erfasst, wichtig etwa bei familienversicherten Kindern. Einwilligungen und HzV-Einschreibungen werden direkt am Patienten verwaltet, bei der Neuanlage prüft Apris auf Dubletten. Die eGK wird eingelesen und automatisch zugeordnet, bei neuen Patienten folgt direkt der Schein-Dialog; eine Warnung weist darauf hin, wenn die Karte im Quartal noch fehlt.

Die ePA ist an vielen Stellen direkt in die Karteikarte eingebunden. Dokumente lassen sich dort suchen, anzeigen, hochladen und löschen; nach dem eAU-Versand öffnet sich der vorbereitete Upload-Dialog, einzelne Dokumente können auf Patientenwunsch dauerhaft vom Upload ausgeschlossen werden, und die passenden Abrechnungsziffern werden verknüpft. Auch die Medikationsliste und der digital geführte Medikationsplan sind eingebunden.

Für die digitale Aufnahme füllen Patienten Einwilligungen und Anamnesebögen über AprisMobile aus oder nutzen den Self-Check-in: Sie lesen ihre eGK am Anmeldeterminal selbst ein und füllen die Bögen am Tablet aus, alles landet direkt in der Akte. Wartelisten je Arzt, Raum oder Funktionsbereich, die Tagesliste, das Recall-System und praxisinterne To-dos organisieren den Praxisbesuch.

  1. Bitte schildern Sie, wie das Rezept-Management in Ihrer Software abgebildet wird und ggf. warum es sich Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller abhebt.
    • Konkrete Umsetzung des E-Rezepts?
    • Anwenderfreundlichkeit?
    • Was möchten Sie sonst noch zu Ihrem Rezept-Management anmerken?

Beim Verordnen prüft Apris automatisch, ob ein eRezept zulässig ist. Verordnen, Signieren und Versenden bilden einen durchgehenden Ablauf, mit Komfortsignatur ohne wiederholte PIN-Eingabe. Mehrere Medikamente werden gebündelt, Status und Stornos sind direkt einsehbar, Mehrfachverordnungen werden unterstützt.

Alle Rezepttypen sind abgedeckt: Kassen-, Privat-, BtM-, T- und BG-Rezept, das Grüne Rezept, Sprechstundenbedarf und Rezepturen. Den passenden Typ schlägt Apris anhand von Medikament und Schein automatisch vor. Zur Arzneimitteltherapiesicherheit tragen die Arzneimitteldatenbank mit Preisvergleich und Rabattsubstituten, die Wechselwirkungs- und AMTS-Prüfung sowie CAVEWarnungen bei. DiGA werden wie Medikamente verordnet, inklusive eRezept; zum Impfmodul siehe Frage 31.

 

  1. Bitte schildern Sie, wie das Mitarbeiter-Management in Ihrer Software abgebildet wird und ggf. warum es sich Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller abhebt.
    • Zeiterfassung
    • Urlaubsplanung
    • Gehälter/Benefits
    • Was möchten Sie sonst noch zu Ihrem Mitarbeiter-Management anmerken?

Jedes Teammitglied hat ein eigenes Konto. Das zugehörige Kürzel erscheint an jedem Karteieintrag. Rechte werden über frei konfigurierbare Gruppen vergeben (Standard: Administrator, Arzt, Helfer), bis hinunter zur einzelnen Eintragsart (siehe Frage 43). Für die interne Organisation gibt es To-dos mit Zuweisung und den Praxis-Chat. Zeiterfassung, Urlaubsplanung und Gehaltsabrechnung enthält Apris nicht; dafür nutzen Praxen spezialisierte Personalsoftware.

 

  1. Bitte schildern Sie, wie das Ressourcen-Management in Ihrer Software abgebildet wird und ggf. warum es sich Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller abhebt.
    • Verfügbarkeiten & Verwaltung von Räumen, Geräten etc.
    • Was möchten Sie sonst noch zu Ihrem Ressourcen-Management anmerken?

Die zentrale Ressource sind die Räume. Jeder Raum hat eine eigene Kalenderspalte, Kernzeiten, Einzel- oder Mehrpatientenbetrieb und eine Zuordnung zu Ärzten und Betriebsstätten; Terminarten lassen sich je Zimmer einschränken, auch für die Online-Buchung. Geräte und Funktionsbereiche wie Sono oder Labor bildet die Praxis über entsprechend benannte Räume und Wartelisten ab, so bleibt die Planung übersichtlich. Die technische Geräteanbindung erfolgt über GDT, Messwerte werden automatisch in der Karteikarte abgelegt.

 

  1. Bitte schildern Sie, wie das Dokumenten-Management in Ihrer Software abgebildet wird und ggf. warum es sich Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller abhebt.
    • DMS (Dokumentenmanagement-System)?
    • Vorlagenmanagement
    • Vorgespeicherte Dokumente & deren automatische Aktualisierung (ggf. aufgrund gesetzlicher Änderungen?)
    • Anlage eigener Dokumentenvorlagen/-masken
    • Individualisierung der Vorlagen
    • Was möchten Sie sonst noch zu Ihrem Dokumenten-Management anmerken?

Patientendokumente liegen in der Karteikarte, Praxisdokumente praxisweit. Importiert wird per Drag & Drop oder über die „Lokale Ablage“, praktisch für Scan-Arbeitsplätze; ein Dokument lässt sich direkt per KIM versenden oder in die ePA einstellen.

Briefe und Einverständniserklärungen entstehen in LibreOffice mit automatischen Platzhaltern für Patienten-, Praxis- und Behandlungsdaten; eigene Vorlagen sowie Rechnungs- und Mahnungslayouts sind frei anpassbar. Die gängigen KBV-Musterformulare sind als Vordruck- und Blankoformular hinterlegt und werden mit Patientendaten vorbelegt, gesetzliche Anpassungen kommen automatisch über die Updates. Mit Benutzermasken definiert die Praxis eigene strukturierte Erfassungsformulare.

 

  1. Bitte schildern Sie, wie das Kommunikations-Management in Ihrer Software abgebildet wird und ggf. warum es sich Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller abhebt.
    • Interne Kommunikation innerhalb der Praxis (mit Mitarbeitern)?
    • Patienten-Kommunikation
    • Kommunikation mit anderen Praxen/Ärzten

Intern kommuniziert das Team über den Praxis-Chat, der komplett lokal läuft, und über To-dos mit Mitarbeiter- und Patientenzuweisung. SmartFlow fasst wiederkehrende Behandlungsabläufe zu Schaltflächen zusammen, die mehrere Dokumentationsschritte auf einmal ausführen.

Für die Kommunikation mit Patienten stehen Terminbenachrichtigungen per SMS und E-Mail, RecallSerienbriefe und -mails, der Rechnungsversand als geschütztes PDF, Formulare über AprisMobile, die Videosprechstunde und die Online-Terminbuchung bereit. Neu ist der KI-Praxisconcierge: Er nimmt Anrufe rund um die Uhr entgegen, auch am Wochenende, und erkennt Termin-, Rezept- und Laborwünsche, die das Team anschließend strukturiert abarbeitet. Aktuell ist er bei den ersten Pilotpraxen im Einsatz.

Für den Austausch mit anderen Praxen und Ärzten ist KIM vollständig eingebunden. Eingehende Nachrichten wie eArztbriefe oder eAU-Rückmeldungen werden automatisch erkannt und dem Patienten zugeordnet. Der eArztbrief hat einen eigenen Verwaltungsbereich; erstellt wird in LibreOffice, signiert auch per Komfortsignatur, und eingehende Briefe lassen sich strukturiert in die Behandlungsdaten übernehmen.

 

Themenfeld 3: Abrechnung

  1. Inwiefern unterstützt Ihre Software bei der GKV-Abrechnung? Welche Möglichkeiten gibt es hierbei und wie sind diese konkret implementiert? Wie hebt sich dies Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller ab?

Durch die Quartalsabrechnung führt ein Assistent in acht Schritten:

  • 1–3. Vorprüfungen: Diagnosen und Leistungen ohne Schein, Scheinprüfung, Diagnosen- und Leistungsprüfung.
  • 4. Kodierregelwerk: Prüfung der ICD-Kodierung nach KBV-Vorgaben.
  • 5. Apris-Fallprüfung: eigene EBM-Validierung vor der eigentlichen Abrechnung.
  • 6. Abrechnungsdatei zusammenstellen.
  • 7. Das offizielle KBV-Prüfmodul ist eingebunden; bei „Abbruch“ geht es erst nach Korrektur weiter.
  • 8. Abschluss mit Verschlüsselung.

Die fertige Abrechnung geht mit einem Klick direkt online an die KV, mit automatischer Statusüberwachung der Lieferungen und Rückmeldungen. Geprüft wird aber nicht erst am Quartalsende: Schon bei der Leistungserfassung validiert Apris Plausibilität und ICD-Pflicht und ergänzt Pauschalen von selbst, sodass Fehler früh auffallen.

 

  1. Inwiefern unterstützt Ihre Software bei der PKV-Abrechnung? Welche Möglichkeiten gibt es hierbei und wie sind diese konkret implementiert? Wie hebt sich dies Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller ab?

Die GOÄ-Privatliquidation ist vollständig integriert. Rechnungen entstehen einzeln oder im Stapel, mit Proberechnung vor dem endgültigen Druck. Steigerungsfaktoren werden je Ziffer mit den GOÄRegelsätzen vorbelegt, Überschreitungen brauchen eine Begründung; Wegegeld und ähnliche Positionen setzt Apris automatisch, damit nichts vergessen wird. Rechnungslayouts sind je Abrechnungsart als Vorlage anpassbar, der Versand erfolgt gedruckt oder als passwortgeschütztes PDF per E-Mail. Enthalten sind außerdem die Offene-Posten-Verwaltung mit Teilzahlungen, das dreistufige Mahnwesen, bei dem Apris Mahnstufen und Gebühren nach konfigurierbaren Fristen setzt, sowie der CSV- und DATEV-Export.

 

  1. Inwiefern unterstützt Ihre Software bei der Abrechnung mit Selbstzahlern? Welche Möglichkeiten gibt es hierbei und wie sind diese konkret implementiert? Wie hebt sich dies Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller ab?

IGeL- und Selbstzahlerleistungen rechnet die Praxis genauso ab wie Privatleistungen. Für Kassenpatienten schlägt Apris automatisch den passenden IGeL-Privatschein vor, damit GKV- und Selbstzahlerleistungen klar getrennt bleiben. Rechnungsempfänger, Mehrwertsteuer und Abrechnung durch Arzt oder Praxis sind je Schein wählbar; frei benennbare Sonderabrechnungsarten, etwa für Kostenvoranschläge, decken Sonderfälle ab.

 

  1. Inwiefern unterstützt Ihre Software bei der BG-Abrechnung? Welche Möglichkeiten gibt es hierbei und wie sind diese konkret implementiert? Wie hebt sich dies Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller ab?

Für BG-Fälle gibt es einen eigenen Behandlungsfall. Er erfasst Kostenträger, Allgemeine oder Besondere Heilbehandlung, Durchgangsarzt- und Verletzungsartenverfahren, Unfalldaten und Aktenzeichen. Abgerechnet wird nach UV-GOÄ, der aktuelle Tarif wird automatisch eingespielt. Die Rechnung wird über die Privatliquidation mit eigener BG-Vorlage erstellt; die vollständig digitale Übermittlung per DALE-UV ist derzeit in Umsetzung, die Grundlagen dafür sind bereits angelegt.

 

  1. Inwiefern unterstützt Ihre Software bei der Abrechnung von Selektivverträgen? Welche Möglichkeiten gibt es hierbei und wie sind diese konkret implementiert? Wie hebt sich dies Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller ab?

Die HzV ist einer unserer Schwerpunkte. Apris unterstützt zahlreiche Verträge, bundesweit unter anderem IKK, TK, GWQ-BKK und LKK, regional Bayern, Berlin, Baden-Württemberg (inklusive Facharztverträgen), Hessen und Westfalen-Lippe. Beim Anlegen des HzV-Scheins prüft Apris online, ob Patient und Kasse am Vertrag teilnehmen. Die Ziffernsuche ist automatisch auf den aktiven Vertrag gefiltert; vertragsspezifische Sperren, Pflegeheimpauschale und VERAH sind berücksichtigt. Die Versicherteneinschreibung geht direkt ans HÄVG-Rechenzentrum, die Abrechnung erfolgt über das integrierte HÄVG-Prüfmodul, und die Vertragsdaten halten wir automatisch aktuell.

 

  1. Inwiefern unterstützt Ihre Software bei der Abrechnung über (externe) Abrechnungsstellen/Abrechnungsservices? Welche Möglichkeiten gibt es hierbei und wie sind diese konkret implementiert? Wie hebt sich dies Ihrer Meinung nach von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller ab?

Die Übergabe an privatärztliche Verrechnungsstellen (PVS) ist integriert. Über einen eigenen Menüpunkt werden die geprüften Rechnungen gesammelt als Übergabedatei ausgegeben statt gedruckt; Mitgliedsnummer, Rechnungsnummern und Übergabeweg sind konfigurierbar. PVSRechnungen und Sammelzahlungen lassen sich in der Zahlungsverwaltung filtern und verbuchen.

Die GKV-Abrechnung geht direkt an die KV, dafür braucht es keine externe Stelle.

 

Themenfeld 4: Therapie

  1. Inwiefern kann die Befundung durch die Software unterstützt werden?
    • Geleitete Anamnese & Befundung?
    • Interaktivität?
    • Sonstiges…?

Für die Befundung gibt es eigene Typen wie Befund, EKG, Sonographie, Röntgen und Fremdbefund, jeweils mit eigenem Benutzerrecht, dazu strukturierte Messwerte wie Blutdruck oder Größe und Gewicht mit automatischem BMI. Textbausteine beschleunigen das Schreiben, mit Benutzermasken lassen sich strukturierte Anamnese- und Befundbögen abbilden. Über GDT angebundene Geräte legen ihren Befund nach der Messung selbstständig an, mitgelieferte Dokumente wie die EKGKurve werden automatisch mit abgelegt. Das Laborverlaufsblatt zeigt Messwerte als farbcodierte Verlaufsmatrix, mit Filtern, Zielwerten und Export bis in die ePA.

 

  1. Inwiefern unterstützt die Software bei der Erstellung der Behandlungs-Dokumentation?
    • Wie wird dem Anwender die Doku vereinfacht?
    • Fortschritt-Notizen / Fortschrittsverfolgung?
    • Sonstiges…?

Die Karteikarte zeigt chronologisch alle Einträge, mit Seitenpanels für CAVE, Dauerdiagnosen, Dauermedikamente und Dauernotizen, automatischem Speichern und Löschschutz nach der Abrechnung. Textbausteine, Leistungsketten, Benutzermasken und kombinierbare Filter beschleunigen die Arbeit.

KI ist für uns kein Selbstzweck; wir setzen sie dort ein, wo sie spürbar Zeit spart. HealthJet erzeugt aus dem Arzt-Patienten-Gespräch oder einem Diktat automatisch ein strukturiertes Dokument, das abschnittsweise übernommen wird; ergänzend gibt es als zubuchbare Erweiterung die Spracherkennung direkt im Textfeld. Beides ist bereits im Praxisalltag im Einsatz. Den Verlauf zeigen die Diagnosen-Historie, das Laborverlaufsblatt, Wachstumskurven und die Impf-Matrix.

 

  1. Bietet die Software die Möglichkeit für ein Patienten-Portal? Wenn ja, wie kann man als Patient darauf zugreifen & welche Funktionalitäten werden dort geboten?

Ja, mit klarer Arbeitsteilung. Über den Online-Terminkalender buchen Patienten Termine im Browser, ohne App-Zwang; über AprisMobile füllen sie Formulare und Einwilligungen digital aus. Der Online-Terminkalender bietet zusätzlich eine Termin-Warteliste: Wird ein Termin abgesagt, benachrichtigt Apris die Patienten auf dieser Warteliste von selbst. Beides gehört zu den frei wählbaren Erweiterungen. Ein darüber hinausgehendes Portal mit Befundeinsicht oder PatientenChat gibt es nicht; der Ausbau des Online-Terminkalenders um Rezepte und Überweisungen ist geplant.

 

  1. Bietet die Software die Möglichkeit von Videosprechstunden? Wenn ja, führen Sie gerne Näheres dazu hier aus.

Ja, über unseren Telemedizin-Partner meetone, direkt aus dem Terminkalender (siehe Frage 14). Per Rechtsklick entsteht der Videoraum; den Zugangslink erhält der Patient zum Beispiel mit der Terminbestätigung. Die Videosprechstunde ist eine optionale Erweiterung.

 

  1. Welche weiteren Therapie-unterstützenden Funktionen bietet ihre Software?
    • Diktierfunktion?
    • Impf-Management-Modul?
    • … weitere fachspezifische Funktionen?

Diktieren ist über HealthJet und die Spracherkennung möglich (siehe Frage 28). Das Impfmodul ist fester Bestandteil von Apris: Impf-Matrix je Patient, STIKO-Impfkalender, Dokumentation mit Charge und automatischer Abrechnungsziffer sowie ein Impfstofflager mit Bestands- und Verfallsverwaltung.

Zur Arzneimitteltherapie kommen die Wechselwirkungs- und AMTS-Prüfung mit CAVE-Warnungen, der elektronische Medikationsplan und der Notfalldatensatz auf der eGK sowie die DiGAVerordnung. Außerdem enthalten: Heilmittel inklusive langfristigem Heilmittelbedarf und Katalogprüfung, Überweisungen mit TSS-Vermittlungscode, die Krebsfrüherkennungs- und Krebsregister-Dokumentation, Perzentilen und das Recall-System.

 

Themenfeld 5: Finanzen

  1. Inwiefern werden über die Software auch die Zahlungsströme gemanagt / verwaltet?
    • Bareinnahmen und -ausgaben
    • Kassenbuch?
    • EC-Zahlungen / Kreditkarte?
    • Integration eines Kartenlesers?
    • Verknüpfung zwischen Software & Bankkonto?
    • Automatische Zuordnung bei Zahlungseingängen per Überweisung / Kartenzahlung?
    • Sonstige Zahlungen / Zahlungsmöglichkeiten?

Zahlungseingänge werden je Rechnung erfasst, auch Teilzahlungen, mit Zahlungsweg Barzahlung, EC-Karte, Kreditkarte, Überweisung oder PVS; offene Beträge und Mahnstufen sind jederzeit im Blick (siehe Frage 22). Rechnungen erhalten fortlaufende Nummern und werden storniert statt gelöscht, abgerechnete Leistungen sind gegen nachträgliche Änderung gesperrt, alles wird protokolliert. Ein Kassenbuch, eine Kartenterminal-Anbindung oder ein automatischer BankkontoAbgleich sind nicht enthalten; für die Weiterverarbeitung gibt es den CSV- und DATEV-Export.

 

  1. Inwiefern ist die Lohnbuchhaltung in der Software integriert?
    • Kann die Lohnbuchhaltung direkt in der Software abgebildet werden?
    • Oder gibt es Schnittstellen (APIs) zu separaten Programmen für die Lohnbuchhaltung?
    • Was möchten Sie zum Thema Lohnbuchhaltung noch hinzufügen?

Eine Lohnbuchhaltung ist nicht integriert, auch keine spezielle Schnittstelle dafür. Die Gehaltsabrechnung läuft über den Steuerberater oder separate Lohnsoftware.

 

  1. Inwiefern ist die Finanzbuchhaltung in der Software integriert?
    • Kann die Finanzbuchhaltung direkt in der Software abgebildet werden?
    • Oder gibt es Schnittstellen (APIs) zu separaten Programmen für die Finanzbuchhaltung?
    • Daten-Export an Steuerberater?
    • Was möchten Sie zum Thema Finanzbuchhaltung noch hinzufügen?

Die Finanzbuchhaltung findet außerhalb der Software statt. Integriert ist der DATEV-Export der Zahlungseingänge, direkt einlesbar beim Steuerberater, dazu ein CSV-Export. Weitere Formate ergänzen wir bei Bedarf.

 

  1. Welche weiteren Statistiken / Berichte können im Sinne eines Praxis-Controlling ausgewertet werden?

Apris wertet Leistungen nach EBM mit Fachgruppenvergleich, HzV, GOÄ und BG aus, bis hin zum EBM-Umsatz je Patient und einzelner Ziffer. Verordnungsstatistiken gibt es für Medikamente, Heilmittel und DiGA.

Die umfangreichste Auswertung ist die Patientenanalyse. Die Praxis stellt damit eigene Auswertungsprofile aus Stammdaten, Diagnosen, Leistungen, Medikamenten, Labor, Impfungen und Recalls zusammen; die Profile lassen sich kombinieren und auf Wunsch beim Patientenaufruf automatisch starten. Die Ergebnisse gibt es als PDF, CSV oder direkt als Serienmail. Außerdem stehen Diagnosenverteilung, Wartezeitstatistik mit Periodenvergleich und ASV-Statistik bereit. Alle Statistiken lassen sich über Benutzerrechte schützen.

Themenfeld 6: Kundenservice und Support

  1. Mit welchem Kundenservice/Support können Anwender rechnen?
      • Ist der Kundenservice bzw. alle Supportleistungen im Preis enthalten oder entfallene zusätzliche Kosten?
      • Gibt es E-Mail-Support?
      • Live-Chat?
      • Call-Center/telefonischer Support?
      • Durchschnittliche Wartezeiten?
      • Fernwartung? (direktes Aufschalten des Supports auf den Anwender-Bildschirm, um Probleme zu lösen)
      • Sind es eigene Leute (Inhouse Support) oder externe Dienstleister?
      • „Hilfe zur Selbsthilfe“, z.B. verständliche Erklärung von Fehlermeldungen oder ausführliche FAQ-Bereiche?
      • Sonstiges…?

Persönlicher Support und Updates sind im Preis der Basissoftware enthalten, ohne Sonderrufnummern oder Servicegebühren. Die Hotline ist Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr unter 09131 / 533 28-210 erreichbar, Festnetz Erlangen zum Ortstarif. Es gibt kein Callcenter und keine Warteschleife: Am Telefon sind APRIS-Mitarbeiter, die die Software selbst betreuen, meist mit sofortiger Antwort, sonst mit Rückruf innerhalb weniger Minuten.

Per Fernwartung schalten sich unsere Techniker verschlüsselt und nur nach ausdrücklicher Freigabe auf den Bildschirm und lösen die meisten Probleme direkt dort. Vor-Ort-Service gibt es über regionale Partner; die Einrichtung der Software und die komplette TI-Einrichtung übernehmen wir selbst. Supportanfrage, Kontaktdaten, Handbuch und Newsletter stehen direkt im Hilfe-Menü, einen Live-Chat gibt es nicht. Für die Selbsthilfe hat jede Fehlermeldung eine Hilfe-Schaltfläche, die genau die passende Erklärungsseite öffnet.

 

Themenfeld 7: Konditionen

  1. Wie ist die Preisgestaltung der Software? – Bitte hier so konkret wie möglich sein.

Apris 3.0 besteht aus einer Basissoftware und frei wählbaren Erweiterungen, etwa OnlineTerminkalender, AprisMobile, Homeoffice, Spracherkennung, HIT-Panel oder Videosprechstunde. Unser Grundsatz: Alles, was eine Praxis im Alltag braucht, ist in der Basissoftware enthalten, inklusive Support und Updates. Aufpreis kosten nur Module, die nicht jede Praxis benötigt oder will; wir zwingen niemandem etwas auf, und niemand zahlt für Funktionen, die er nicht nutzt. Versteckte Kosten, Werbefinanzierung oder erzwungenen Hardware-Austausch gibt es nicht.

Exakte Preise nennen wir im persönlichen Gespräch, weil sie von Praxisgröße und Ausstattung abhängen.

 

  1. Wie sind die Vertragslaufzeiten & Kündigungsfristen?

Der Softwarepflegevertrag beginnt mit dem Ersten des Monats nach der Installation. Eine mehrjährige Mindestlaufzeit gibt es nicht: Beide Seiten können schriftlich mit einer Frist von sechs Wochen zum Quartalsende kündigen.

 

Themenfeld 8: Einfachheit des Software-Wechsels

  1. Gibt es eine kostenlose Testversion?
    • Welche Einschränkungen gibt es hier ggf.?
    • Wie lange kann man testen?

Statt einer Testversion zeigen wir Apris kostenlos und persönlich per Video-Call. Den Termin wählt die Praxis online; wir gehen gemeinsam die Abläufe durch, die für sie relevant sind, ohne festes Zeitlimit. Auf Anfrage sind auch Teststellungen möglich. Vor dem Wechsel folgt zusätzlich eine Probedatenkonvertierung mit den echten Praxisdaten, deren Ergebnis gemeinsam gesichtet wird; so entsteht vorab ein realistischer Eindruck.

 

  1. Inwiefern kann man aus der bislang verwendeten (Konkurrenz-)Software auf eine einfache Weise Daten übernehmen / importieren?

Die Datenübernahme erledigen wir im Rahmen des Wechsels: Alle Daten werden verschlüsselt migriert. Vor der finalen Umstellung gibt es die Probedatenkonvertierung; erst nach gemeinsamer Sichtung wird endgültig konvertiert. Migriert wurde bereits aus zahlreichen Fremdsystemen, unter anderem aus CGM-Systemen (TURBOMED, ALBIS, MEDISTAR), medatixx-Systemen, T2med und weiteren. Auch im laufenden Betrieb übernimmt Apris Fremddaten strukturiert, etwa aus eArztbriefen und Laborbefunden.

 

  1. Gibt es einen „Wechsel-Service“ o.Ä., sodass den Praxen die Arbeit, die mit der Umstellung der Software verbunden ist, abgenommen wird und der Software-Wechsel somit vereinfacht wird?

Wir begleiten den Umstieg vollständig; er dauert in der Regel ein bis zwei Tage, der Praxisbetrieb steht dabei nur kurz still. Vier Schritte gehören dazu: Beratung mit individuellem Wechselkonzept, Datenmigration mit Probekonvertierung, Schulung des gesamten Teams, zugeschnitten auf die jeweiligen Aufgaben (vor Ort oder als Online-Schulung), und zum Start im Echtbetrieb Begleitung bis in die ersten Quartalsabrechnungen. Die Praxis hat eine feste Ansprechperson für den gesamten Prozess. Wir installieren Server und Arbeitsplätze, binden Drucker, Scanner, Kartenleser und Laborgeräte an und richten die komplette TI ein. Hardware liefern wir auf Wunsch vorkonfiguriert mit.

 

Themenfeld 9: Weitere Infos

  1. Thema Telematik-Infrastruktur: Welche TI-Anwendungen sind in Ihrer Software integriert? (Hier müssen Sie die Anwendungen nur nennen, nicht weiter beschreiben)

VSDM (eGK einlesen mit Online-Abgleich) und eEB (elektronische Ersatzbescheinigung)
ePA (suchen, anzeigen, hochladen, löschen)
eRezept (inklusive Mehrfachverordnung und DiGA-Verordnung)
eAU (Versand per KIM, inklusive Storno)
KIM und eArztbrief
eMP (elektronischer Medikationsplan) und eML (Medikationsliste über die ePA)
NFDM (Notfalldatensatz) und DPE (digitale Patientenerklärungen)
QES/Komfortsignatur

Apris 3.0 ist vollständig TI-zertifiziert, inklusive ePA 3.0; Einrichtung und laufende TI-Updates übernehmen wir. Eine Statusanzeige direkt in Apris zeigt, ob es bei den TI-Diensten gerade Störungen gibt. Fällt die TI einmal aus, bleibt Apris arbeitsfähig; Rezepte und AU werden dann auf Papier ausgestellt.

 

  1. Können sensible Bereiche / Funktionen der Software (z.B. betriebswirtschaftliche Inhalte) für bestimmte Mitarbeiter/Angestellte deaktiviert werden, sodass sie von diesen nicht eingesehen werden können?

Ja.
Rechte werden über frei konfigurierbare Gruppen vergeben. Gerade für die betriebswirtschaftlich sensiblen Bereiche gibt es eigene Rechte, die sich vollständig entziehen lassen: Statistiken, Quartalsabrechnung, Privatliquidation, Einstellungen und die Benutzerverwaltung selbst. Darüber hinaus lässt sich der Zugriff pro Eintragsart der Karteikarte steuern, sodass bestimmte Einträge etwa nur für Ärzte sichtbar sind.

 

  1. Kann die Software für einzelne Kunden individualisiert werden (Customizing-Option)?

Individualisieren lässt sich Apris auf mehreren Ebenen. Praxisweit sind Formulare und Vorlagen, die Kalender-Konfiguration, Benachrichtigungstexte, Rechnungslayouts, Textbausteine, Leistungsketten, eigene Erfassungsmasken und die Rechtegruppen anpassbar. Am einzelnen Arbeitsplatz lassen sich die Darstellung der Karteikarte (Schrift, Farben, Sortierung, Farbregeln etwa für auffällige Laborwerte), Drucker und Geräteanbindungen einstellen; Konfigurationen können zwischen Arbeitsplätzen kopiert werden. SmartFlow-Ketten und -Schaltflächen stellt die Praxis individuell zusammen.

Fehlt einer Praxis ein Formular oder eine Funktion, ergänzen wir das. Ein großer Teil dessen, was heute in Apris steckt, geht auf Anregungen aus den Praxen zurück.

 

Abschließende Bemerkungen / Ergänzungen

HealthJet und Spracherkennung setzen wir nur mit dokumentierter Patienten-Einwilligung ein.

Digitale Souveränität heißt bei uns: Server in der Praxis, freie Betriebssystemwahl, keine CloudPflicht; auch intern arbeitet APRIS auf Linux. APRIS ist seit 1982 inhabergeführt und unabhängig, ohne Investorengruppe, ohne Werbe- oder Pharma-Finanzierung, mit Sitz im Medical Valley Erlangen, kurzen Entscheidungswegen und persönlicher Betreuung.

 

Erfahrungsbericht: APRIS im Praxis-Test

Aktuell fehlt uns noch ein authentischer Erfahrungsbericht aus der Praxis zu APRIS.

Nutzt ihr APRIS in eurer Praxis und würdet eure Erfahrungen damit teilen?

Dann kontaktiert uns unter [email protected] – ihr würdet zahlreichen Berufskollegen damit sehr weiterhelfen 🙂

 

Bilder & Videos zu APRIS

Damit ihr auch optisch einen Eindruck von APRIS bekommt, folgen hier schon bald zahlreiche visuelle Eindrücke wie Bilder/Screenshots und Videos 🙂

Eure Kommentare (Erfahrungen, Bewertungen & Fragen) zu APRIS

Ihr habt selbst bereits Erfahrungen mit APRIS gesammelt? – Dann helft anderen, indem Ihr Eure Erfahrungen mit APRIS hier teilt und eine kleine Bewertung abgebt.

Außerdem könnt ihr hier auch Eure Fragen zu APRIS loswerden. Wir werden Sie euch alle nach bestem Wissen und Gewissen beantworten – wenn nicht ein Mitglied der Community oder der Anbieter selbst schneller ist 🙂

 

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Unsere Bewertung zu APRIS

Hier folgt schon bald unsere Gesamt-Bewertung zu APRIS, sobald wir noch ein paar weitere Informationen gesammelt haben 🙂

Vorteile

Nachteile

Alternativen

APRIS bietet doch nicht alles, was ihr euch wünscht? Hier geht es zu den möglichen Alternativen zu APRIS als Praxismanagement Software.